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Transaktionsanalyse

Transaktionsanalyse - Ein „verkehrter“ Definitionsversuch

 

Manchmal, ist es leichter zu erklären, was etwas nicht ist. Daher jetzt meine Sichtweise, was Transaktionsanalyse (im Folgenden kurz: TA) nicht ist oder nicht kann:

> TA ist kein Fastfood und liefert keine schnellen Antworten

Schnelle Antworten können manchmal helfen. Sie sind oft auch nur schnell und kurz wirksam. Da TA auf einer tieferen, persönlichen Ebene ansetzen kann, brauchen Erkenntnisse auch ihre Zeit, bis sie an die Oberfläche kommen. Und dann braucht es Zeit bis diese wirken können. Das Ergebnis ist dann länger wirksam. TA kann nachhaltig wirken, sowohl bei einzelnen Menschen, als auch für Gruppen und Organisationen. 

>TA sagt nicht „wie es geht“

Es geht ja auch nicht darum „wie ES geht“. Wir suchen danach wie WIR, in unseren ganz individuellen Lebenssituationen, nach unseren Maßstäben denken, fühlen und handeln können. Grundannahmen der TA lauten: „Jeder Mensch kann denken. Jeder Mensch trifft seine Entscheidungen und kann diese ändern.“ Die Modelle und Theorien der TA unterstützen beim Durchdenken und Nachdenken und beim Finden der eigenen Entscheidungen.

>TA versteht sich nicht als „The one and only“

Wer mit Transaktionsanalytiker/innen über TA redet kann manchmal den Eindruck gewinnen, dass die Begeisterung nahe an der Verkündigung einer Heilslehre liegt. Ganz im Gegenteil: TA umfasst Modelle und Theorien, die einerseits an Modellen anderer Richtungen anknüpfen und andererseits andere Theorien zum Anknüpfen einladen. Dies ist vielleicht ein Grund dafür, weshalb es so wenig Bücher gib, die sich „nur“ mit TA beschäftigen. Meist ist es ein Thema, welches „auch“ mit TA betrachtet wird. In dieser Offenheit sehe ich eine Stärke von TA. Wer weiß heute schon wohin sein/ihr Leben sich entwickelt? Sowohl privat, beruflich als auch gesellschaftlich. TA- Modelle und Theorien sind und werden weltweit erprobt und erforscht. Sie sind nicht auf einen Beruf, auf eine Profession fokussiert. Je nach Ausbildungsrichtung kommen Aspekte eines bestimmen professionellen Rahmens dazu: Psychotherapie, Pädagogik, Beratung oder Organisation. 

>TA vereinfacht nicht

Zugegeben, die Modelle sind einfach aufgebaut und erklärt. Doch in dieser Einfachheit liegt die Komplexität, welche durch erleben und erfahren sichtbar wird. Amerikaner sagen dazu: It is easy but not simple!

Der Nachteil: Die leichte Erklärbarkeit verführt manche Trainer und Berater dazu, TA zu trivialisieren und dadurch den Sinn und Zweck zu verändern. Erkundigen Sie sich, ob der Trainer zertifizierter Transaktionsanalytiker ist.

>TA verspricht nichts

Das ist vielleicht ein Grund, weshalb Transaktionsanalytiker/innen sich schwer tun „ihr Produkt“ zu verkaufen. Wir können nicht sagen, dass ein Leben durch TA  glücklicher, erfolgreicher, besser, …. wird. Denn was heißt denn das? Für jeden einzelnen etwas anderes!

Wer anfängt sich mit TA auseinanderzusetzen, erkennt vielleicht eine Lebensaufgabe: Immer wieder an sich und seinem Umfeld zu arbeiten, um ein eigenständiges und sinnvolles Leben zu haben. Und ehrlich gesagt: Das kann mühsam sein. Andererseits werden Sie viele Transaktionsanalytiker/innen finden, die Ihnen erzählen, dass ihr Leben und ihre Arbeit reichhaltiger, schöner, vielfältiger, ausgeglichener, ….. und manchmal ganz anders als erwartet, geworden ist. Doch versprechen können wir nichts. Nur neugierig machen und dazu einladen etwas auszuprobieren.

> Und zu guter Letzt: TA ist keine bloße Ansammlung von praxisfremden Theorien

Modelle und Theorien bleiben immer Modelle und Theorien. Sie werden nie die Wirklichkeit sein. Ihre Aufgabe ist es, uns eine mögliche Realität zu erklären, um darauf aufbauend, Handlungsalternativen für das reale Leben entwickeln zu können. Eine Grundlage der TA basiert auf der Idee, dass Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen zusammenhängen. Sie beeinflussen sich gegenseitig (Was durch die heutige Gehirnforschung bestätigt wird.). Passen sie nicht zusammen, wirken Menschen auf uns „komisch“, „nicht authentisch“, „unrund“, ….. Passt dieses Zusammenspiel mit der Situation hier und jetzt nicht zusammen, empfinden wir etwas als unangemessen, nicht passend. Daher fokussiert TA nicht nur darauf, etwas gut zu durchdenken, etwas mit Zahlen, Daten, Fakten zu belegen, sondern auch unsere Ressourcen des Fühlens und Handelns zu nutzen. Wichtig ist der Blick darauf, was jetzt, hier und heute angemessen ist. Wer in seiner Arbeit TA einsetzt, arbeitet damit ressourcen-, vertrags- und zielorientiert. Und das mit Blick auf die Bedürfnisse der verschiedenen Systeme: Menschen, Gruppen/Familien, Organisationen und Gesellschaften.

 

Wer dazu mehr erleben und erfahren möchte, besucht am besten einen 101-Einführungskurs. Dann werden auch Bücher über TA in ihrer Tiefe und Stärke verständlicher. Und wer bereits jetzt von der Idee begeistert ist und sich mehr damit auseinander setzen möchte, kann sich hier über eine Ausbildung in systemischer Transaktionsanalyse erkundigen.